Wollt ihr was?

Wollt ihr was?

Zum zweiten Mal standen am Montagabend, dem 12. März, Schülerinnen und Schüler des zwölften Jahrgangs auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Sie boten noch einmal ihre Version von Shakespeares „Was ihr wollt“ dar und gaben sich dessen Verwirrspiel der Liebe unter den Vorzeichen des Jahres 2018 hin.

Zur Handlung: „Vor der Küste Illyriens sinkt ein Schiff, an Bord die Zwillinge Sebastian und Viola. Sie wird vom Kapitän des Schiffes gerettet und beschließt, im Glauben, ihr Bruder sei ertrunken, als Mann verkleidet in die Dienste des Herzogs Orsino zu treten. Dieser wirbt um die schöne Olivia, die aber keinerlei Interesse an seinen Avancen hat, dafür umso mehr am Boten des Grafen, Cesario. Allerdings ist dieser gar kein junger Mann, sondern Viola in Verkleidung, die sich ihrerseits in den Herzog verliebt hat. Als dann noch der totgeglaubte Sebastian wieder auftaucht, ist die Verwirrung perfekt …“ (Aus dem Programmtext)

Es geht also auch – bei aller Liebessehnsucht – um das Fremdsein auf unbekanntem Terrain. Wohin sonst, wenn nicht in einen Abschlussjahrgang gehört ein solches Stück, wenn man weiß, dass die Schülerinnen und Schüler dieses Jahrgangs bald in alle Himmelsrichtungen aufstieben werden?!

Damit aus Shakespeares Buchstaben Handlung werden konnte, mussten allerlei Hände mit anpacken. Unter der Regie und Dramaturgie von Frau Mutke und Frau Schnurre und dank vieler Helferinnen und Helfer bei Licht und Ton, der Musik und der Organisation konnte das Ensemble glänzen und Applaus einheimsen: Laura Quinones Guerrero spielte die Olivia, Marius Feuerle den Herzog Orsino, Pernilla Kreutzer Viola-Cesario, Johanna Langenhoff den Sebastian. Darstellerin der Närrin war Emilie Sandin. Christian Gugel gab den Verwalter Malvolio, Thilo Schulz Sir Toby und Malin Karkoska Sir Christoph. Die Rolle der Maria war mit Miriam Stöhr besetzt worden, während Tim Lies den Antonio spielte. Henrik Gödecke übernahm gleich zwei Rollen: die des Valentin und die des Pfarrers. Auch die derzeitige FSJ’lerin des Ratsgymnasiums Elgin Köther trug zwei Rollen bei und gab den Kapitän sowie den Gerichtsdiener.

Nun rücken die Abiturprüfungen näher, und herausforderungsvolle Wochen beginnen für die Zwölferinnen und Zwölfer. Mancher Plan und insgeheime Wunschtraum, manches Fernweh muss bis auf Weiteres auf seine Erfüllung warten. Was die zukünftigen AbiturientInnen wirklich wollen? – Sicher ist eines: Wenn die Schüler*innen des zwölften Jahrgangs das nächste Mal auf der Bühne stehen, werden sie sich ihr Abiturzeugnis abholen.

Fotos: M. Schmidt; Redaktion: Die AG „Die Redaktion“

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