Didaktik-Sonderpreis

Didaktik-Sonderpreis

Französische Grammatik ist cool! Französisch ist eine tolle Sprache, eine wichtige Basis für das Miteinander in Europa, nicht nur in diesem „Jahr der französischen Sprache und der frankophonen Kulturen“. Aber Grammatik - cool? Na klar! Diese Überzeugung teilten und teilen 21 Schulen der fünf norddeutschen Bundesländer und nahmen z.T. mit mehreren Beiträgen am französischen Videowettbewerb „Grammatikool“ teil. Übergeordnetes Ziel der Kombination von Sprachwissen, Kreativität und Einsatz digitaler Medien: mit der Fremdsprache spielen, spielerisch mit der Grammatik umgehen. Fünf Zehntklässlerinnen und Zehntklässler des Ratsgymnasiums wählten dafür mit Erfolg das Thema „Relativpronomen“:

„Wir hatten während der DELF-AG-Stunden neben der Prüfungsvorbereitung noch etwas Zeit, also haben wir uns mit qui, que und où beschäftigt“, so Marten und Hanjo Müller am 26.01.18 bei der Verleihungsfeier in Hamburg. Aus einer spontanen Idee sei eine Darstellung mit Lehrwert entstanden, erklärte Janosch Lüders: „Das Wortspiel Kiwi – qui vit wurde zur Leitidee und schließlich zur ultimativen Eselsbrücke für das Relativpronomen qui.“

Auch Angelina Bologa und Marlene Vogelsang waren buchstäblich baff, als sie von der Jury – u.a. Mitglieder des Institut français Hamburg, der hamburgischen Schulbehörde und der französischen „Antenne Métropole“ aus Hannover – den Prix spécial de didactisation erhielten.

Lehrerin Steffi Hachmeister ist stolz auf das gemeinsam erarbeitete Ergebnis: „Optisch beeindruckende Filme sind allgegenwärtig, filmtechnisch ist heute theoretisch alles möglich. Daher finde ich es besonders schön, dass die Jury den didaktischen Wert unseres gradlinigen Beitrags anerkannt hat.“

Die Schulleiterin des Ratsgymnasiums Dr. Gabriela Fellmann, selbst auch Französischlehrerin, freut sich mit den Schülerinnen und Schülern vor allem über die Würdigung, „der Film sei in der Art, wie er anderen Grammatik beibringt, in hervorragender Weise aufbereitet“.

Also: Natürlich ist Französisch cool – eben „grammatikool“!

Zum Weiterlesen für Frankophone und sonstige Neugierige
Als Schirmherr der Veranstaltung begrüßte Erik Orsenna, französischer Autor («La grammaire est une chanson douce» u.v.a.) und Mitglied der Académie française, am 26.01.18 per Videobotschaft die teilnehmenden champions de la grammaire:

«Qu’est-ce que c’est, la grammaire? C’est les bonnes relations entre les mots. C’est même, de temps en temps, l’amour entre les mots, parce que les mots, ils sont tout seuls. Ils se sentent très abandonnés s’il n’y a pas de lien entre les mots, entre le sujet, le verbe et les compléments. Et comme vous êtes les rois à la fois des mots et de la grammaire, c’est-à-dire de l’alliance entre les mots, vous êtes les rois du monde.

Parce que c’est... qu’est-ce que c’est que maîtriser la langue? Maîtriser la langue, ça permet de déclarer son amour, ça permet de mieux draguer, mais ça permet aussi de trouver un emploi et ça permet aussi de se défendre quand on est attaqué.» (Transkription S.H.)

Das Fazit ist klar: Ohne Grammatik keine Sprache, ohne Sprache Sprachlosigkeit, ohne Beherrschung der Sprache keine Möglichkeit, beispielweise jemandem seine Liebe zu erklären oder ihn anzubaggern, einen Job zu finden oder aber sich bei einem Angriff zu verteidigen.

Besser kann man es nicht formulieren. Merci, monsieur Orsenna!

Steffi Hachmeister

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